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"Süchtig"

Die Termine entnehmt bitte dem Kalender.

Nicht-süchtige Menschen fahren nicht unter Drogen. Nicht-Süchtige trinken nicht, bis sie kotzen, und trinken dann weiter, weil da drinnen endlich wieder Platz ist! Sie kaufen keinen Sack voll illegalem Zeug, nur weil es illegal ist! Die meisten Menschen waren noch nie im Gefängnis. Nicht mal zu Besuch! Unglaublich! Sie müssen doch irgendwen kennen, der ... Nein, kennen sie eben nicht. Nicht-Süchtige schließen Freundschaften. Ich rekrutiere Komplizen. ... Ich glaube an Behandlung, nicht an Vorsorge. Kopfschmerzen? - Zack, 15 Aspirin, 15? Ja, mehr waren nicht in der Packung!"

"Ich erinnere mich an meinen ersten Tag im Entzug - na ja, teilweise. Der Therapeut-Schrägstrich-Berater ... man könnte auch sagen, der "professionelle Co-Abhängige" fragte mich: "Wissen Sie, warum Sie hier sind?" Ich sagte: "Ja, ich bin verrückt!" - "Nein, Sie sind drogenabhängig." - "Oh nein, Herr Doktor! Können Sie mir was dagegen verschreiben? Jeden Tag. Und das schon sehr lange." Richtige Antwort! Bingo! Sie haben 24 Stunden in einer 4-Punkt-Sicherheits-Fesselung gewonnen!! Zack."

Ich würde sagen - nichts wie hin. Ute

SÜCHTIG

Unter der Regie von Guntbert Warns spielt er "Süchtig" – ein Solo-Stück des amerikanischen Autors Mark Lundholm.

Spielen, Klauen, Sex, Drogen – willkommen in der Welt der Abhängigkeiten !
Menschen verfallen dem Rausch des Geldausgebens, des Internets, des Fernsehkonsums – und schaffen es nicht, ohne fremde Hilfe davon zu lassen. Es wird so viel analysiert und therapiert wie nie zuvor - nicht immer mit Erfolg, aber stets mit großem Ernst.

Mark Lundholm hält dagegen. Sein Solo-Stück "Süchtig" ist schonungslos, aber nicht Mitleid heischend.
Es zeigt die Grausamkeit von Sucht – und ist dabei grausam komisch.
Das Stück lässt sich nicht vergleichen mit den Klassikern der Sucht-Literatur von Borroughs bis Bukowski. Es verklärt nicht, klagt nicht an.

"Süchtig" ist Comedy, bittere Comedy. "Süchtig" ist gnadenlos mit den Süchtigen.

Lundholm, 44 , war mal selbst einer. Mindestens sieben Süchte hat er überwunden und dabei den Kontakt zu seiner Familie verloren. Er saß mehrmals im Knast, war obdachlos und, wie er heute sagt, "ein Schwein. Grenzenlos egoistisch. Wie alle Süchtigen." 1988, ganz unten angekommen, schaffte er den entscheidenden Entzug. Dabei half ihm ein Talent, dass er während der Therapie entdeckte und ausbaute – sein Sinn für Humor. Lundholm schrieb autobiographische Texte und tourte damit durch Entzugskliniken und Gefängnisse. Inzwischen nennt er sich "Amerikas bekanntester Ex-Süchtiger ... na ja, nach George W. Bush vielleicht."

Einer der bekanntesten deutschen Comedians und Schauspieler wird sein Stück in der arena spielen:
Stefan Jürgens, Wahlberliner, gehörte einst zur Mannschaft der legendären "RTL Samstag Nacht"-Show. Später ging er mit eigenem Programm auf Tournee und wirkte in zahlreichen Kinofilmen mit - zuletzt in "666 – Traue keinem, mit dem Du schläfst" von Rainer Matsutani und Peter Thorwarths "Was nicht passt, wird passend gemacht" – zahlreich sind auch die ausländischen Kinoproduktionen, in denen er mitgewirkt hat. Jürgens erhielt 1994 den Bambi und den bayerischen Filmpreis, zwei Jahre später den Goldenen Löwen. Außerdem wirkte er in vielen Fernsehproduktionen mit: So war er u.a. TATORT-Kommissar in Berlin 1999-2001. Sein aktuelles Soloprogramm heißt "Langstreckenlauf" wie die gleichnamige CD.

Der Regisseur Guntbert Warns spielt seit 1986 auf den großen Bühnen Deutschlands, Paris, Wien und Basel. Legendär sind die Theater-Produktionen, in denen er unter der Regie von Katharina Thalbach im Schillertheater Berlin mitwirkte: so spielte er Romeo in "Liebe Macht Tod" und Orlando in "Wie es Euch gefällt" uvm.. Außerdem spielte er den "D´Artagnan" und den "Cyrano de Bergerac" in Inszenierungen von Jerome Savary, wofür er den Großen Hersfeldpreis als bester Schauspieler erhielt.
Darüber hinaus ist er in den letzten 20 Jahren in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen. Z.B. als Kommissar Mosch in der Pro7 – Reihe "Die Straßen von Berlin".

Deutsche Erstaufführung am 19.Mai im Glashaus ´
Weitere Vorstellungen: Originaltitel: "Addicted. A Comedy of Substance" Deutsche Fassung: Andreas Wilde Eine arena-Berlin und The Mogul Produktion .